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The concept of poetic justice is reinterpreted within the framework of cognitive literary theory and is understood as the reader's interpretation. This reinterpretation of the concept is demonstrated through Arthur Schnitzler's stories of betrayal, which realise a psychologising version of...

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Language:German
Published: Brill 2024
Online Access:https://brill.com/display/title/68319
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spelling oapen-20.500.12657-884052024-03-28T14:02:55Z Poetische Gerechtigkeit als kognitives Prinzip der Rezeption Horváth, Márta anger Ärger around 1900 Betrug causality deception guilt Jahrhundertwende Kausalität Narrativ narrative Psychoanalyse psychoanalysis Rechtsgefühl Scham Schuld sense of justice shame Textverstehensprozess um 1900 thema EDItEUR::D Biography, Literature and Literary studies::DS Literature: history and criticism::DSB Literary studies: general::DSBF Literary studies: c 1800 to c 1900 thema EDItEUR::D Biography, Literature and Literary studies::DS Literature: history and criticism::DSA Literary theory The concept of poetic justice is reinterpreted within the framework of cognitive literary theory and is understood as the reader's interpretation. This reinterpretation of the concept is demonstrated through Arthur Schnitzler's stories of betrayal, which realise a psychologising version of poetic justice typical of the turn of the century around 1900. Poetische Gerechtigkeit ist ein seit der Antike bekanntes und in der Aufklärung zum normativen Prinzip erhobenes Konzept, das in der Gegenwart weitgehend als obsolet abgetan wird und heute meist nur noch in populärliterarischen Werken präsent ist. Interpretationen, welche die poetische Gerechtigkeit verwerfen, operieren jedoch mit einem traditionellen, textorientierten Begriff und behandeln sie als Strukturelement des Plots. Im vorliegenden Buch wird das Konzept im kognitionstheoretischen Rahmen neu interpretiert und nicht mehr als Bestandteil der Handlung, sondern als Interpretation des Lesers verstanden, motiviert von verschiedenen kognitiven Dispositionen, wie z.B. dem ‚Rechtsgefühl‘, dem ‚Glauben an eine gerechte Welt‘ oder der ‚altruistischen Bestrafung‘. Diese Neuinterpretation wird anhand von Arthur Schnitzlers Verräter-Narrativen erprobt, in denen eine für die Zeit um 1900 typische psychologisierende Version von poetischer Gerechtigkeit rekonstruiert wird. 2024-03-13T16:03:17Z 2024-03-13T16:03:17Z 2024 book ONIX_20240313_9783969752999_4 9783969752999 9783957432995 https://library.oapen.org/handle/20.500.12657/88405 ger application/pdf n/a 9783969752999.pdf https://brill.com/display/title/68319 Brill mentis 10.30965/9783969752999 The concept of poetic justice is reinterpreted within the framework of cognitive literary theory and is understood as the reader's interpretation. This reinterpretation of the concept is demonstrated through Arthur Schnitzler's stories of betrayal, which realise a psychologising version of poetic justice typical of the turn of the century around 1900. Poetische Gerechtigkeit ist ein seit der Antike bekanntes und in der Aufklärung zum normativen Prinzip erhobenes Konzept, das in der Gegenwart weitgehend als obsolet abgetan wird und heute meist nur noch in populärliterarischen Werken präsent ist. Interpretationen, welche die poetische Gerechtigkeit verwerfen, operieren jedoch mit einem traditionellen, textorientierten Begriff und behandeln sie als Strukturelement des Plots. Im vorliegenden Buch wird das Konzept im kognitionstheoretischen Rahmen neu interpretiert und nicht mehr als Bestandteil der Handlung, sondern als Interpretation des Lesers verstanden, motiviert von verschiedenen kognitiven Dispositionen, wie z.B. dem ‚Rechtsgefühl‘, dem ‚Glauben an eine gerechte Welt‘ oder der ‚altruistischen Bestrafung‘. Diese Neuinterpretation wird anhand von Arthur Schnitzlers Verräter-Narrativen erprobt, in denen eine für die Zeit um 1900 typische psychologisierende Version von poetischer Gerechtigkeit rekonstruiert wird. 10.30965/9783969752999 af16fd4b-42a1-46ed-82e8-c5e880252026 9783969752999 9783957432995 mentis open access
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